BESSERE RESULTATE! Minimal invasive Harnleiterabdichtung bei vesikoureteralem Reflux

Die endoskopische minimal Invasive Harnleiterunterspritzung als Korrekturmöglichkeit des VUR wird seit Jahren an der Kinder- und Jugendchirurgischen Abteilung Klinik Donaustadt (ehem. Donauspital – SMZOst) als Alternative zur Langzeit - Antibiotikaprophylaxe durchgeführt. Wir empfehlen diesen endoskopischen Eingriff, wenn sich der Reflux innerhalb eines Jahres verschlechtert, die Antibiotika - Gabe Probleme bereitet oder wenn trotz Antibiotika – Gabe Harnwegsinfekte auftreten. Da sind Nierenschäden nicht auszuschließen.

Szintigraphisch nachweisbarer Nierenschaden
Szintigraphisch nachweisbarer Nierenschaden durch einen  Reflux mit Harnwegsinfekten in der frühen Kindheit.

Prinzipiell hat die jahrelange Verabreichung von antibiotischen Medikamenten ihre Problempunkte, so dass man sich der „Abdichtungsinjektion“ in der letzten Zeit immer lieber bedient. Wir haben gerade diese Therapie seit Jahren betrieben und verfolgt und verabreichen nun Dexell® (Dextran – Hyaluronsäure) als abdichtendes Material.

Gradeinteilung der Refluxe:

Gradeinteilung der Refluxe


Speziell geringe bis mittelgradige Refluxe sind ausgezeichnet behandelbar und die Erfolgsraten der Behandlung konnten in der letzten Zeit neuerlich gesteigert werden (!): 

  • für Grad I: etwa 100%, 
  • für Grad II: 81%, 
  • für Grad III: 74%
  • für Grad IV: bis zu 25%

Der Erfolg in der Auswertung aller Grade (I-IV) liegt bei 83%. Die Erfolgsraten werden – in bestimmten Fällen (ungenügendes Ansprechen bei der 1. Injektion) durch eine zweite Injektionsbehandlung gesteigert. Der Grad V ist unserer Ansicht nach nicht für eine Injektionsbehandlung geeignet. Auffallenderweise konnten wir auch bei refluxiven Doppelsystemen, d.h. jenen Fällen, wo anstelle eines Harnleiters zwei in die Harnblase münden ebenfalls eine Abdichtung erzielen konnten. Dabei sind größere und oftmals mehrere Depots notwendig.

MCU nach erfolgreicher „Abdichtung“ eines refluxiven Doppelsystems
MCU nach erfolgreicher „Abdichtung“ eines refluxiven Doppelsystems links. Man sieht hier wie der Harn aus der Harnblase, aber nicht in die Harnleiter zurückströmt. 


Der Erfolg in der Auswertung aller Grade (I-IV) liegt bei 83%. Die Erfolgsraten werden – in bestimmten Fällen (ungenügendes Ansprechen bei der 1. Injektion) durch eine zweite Injektionsbehandlung gesteigert.

Der Grad V ist unserer Ansicht nach nicht für eine Injektionsbehandlung geeignet. Damit stellt die endoskopische Dexell®-Injektions-Therapie eine ausgezeichnete Alternative zur Langzeit -Antibiotika - Prophylaxe dar, insbesondere bei Patienten mit schlechter Kooperation (Kind will beispielsweise das Antibiotikum nicht einnehmen). Es ist anzunehmen, dass die Injektionstherapie immer häufiger angewandt wird und Kinderurologische Zentren beginnen jetzt mit der breiteren Anwendung.

Endoskopische minimal invasive Antirefluxinjektion zur Herstellung des Ventilmechanismus
Endoskopische minimal invasive Antirefluxinjektion zur Herstellung des Ventilmechanismus.

Weiterführende Informationen/Studien:

BETTNÄSSEN - ENURESIS: Bettnässer haben ein Krankheitsbild, mit Behandlungsanspruch!

Schon wieder nass! Bettnässen - oder was kann sonst noch dahinter stecken

Harnröhrenklappe

Harntransportstörungen im Kindesalter

Hypospadie

Megaureter - Uretermündungsstenose

Hydronephrose - Ureterabgangsstenose

Der vesikoureterale Reflux (VUR)

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